Collection: Ines Fiegert

„Wo endet das Natürliche und wo beginnt das Künstliche? Diese Frage durchzieht meine Arbeiten – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn“, sagt Ines Fiegert. Für sie ist klar, dass dieser vermeintliche Gegensatz keiner ist. Bereits während ihres Studiums befasste sie sich mit der Bionik in der Gestaltung – mit der Idee also, natürliche Formen auf gestaltete Objekte zu übertragen und beides als Teil einer vom Menschen mitgeprägten, gemeinsamen Welt zu verstehen.

Der Faden als verbindendes Element und das Netz als umspannende Struktur bildeten den Schwerpunkt ihrer Masterarbeit an der Design Academy Eindhoven. Beide Motive durchziehen auch ihr plastisches Werk – als Form, Technik und Sinnbild zugleich. Fiegert vertraut dabei auf ihre metaphorische und symbolische Kraft, die sich in ökologischen, sozialen, psychologischen und kulturellen Zusammenhängen entfaltet.